Schüleraustausch
Partnerschaft mit San Salvador
Schon zum vierten Mal besucht eine Schülerin aus San Salvador das Erasmus-Widmann-Gymnasium für 3 Monate. Der Gegenbesuch erfolgt dann in den hiesigen Sommerferien. Sigrid Quintanilla besucht dort die Deutsche Schule San Salvador und hat wie ihre Vorgängerinnen auch seit dem Kindergarten so gut deutsch gelernt, dass sie hier dem Unterricht mühelos folgen und alle Klassenarbeiten mitschreiben kann. Ihr Schulabschluss in San Salvador wird dann das International Baccalaureate sein, das zweisprachig deutsch-spanisch absolviert wird. Und danach strebt sie ein Studium in Deutschland an.

Derzeit besucht sie zusammen mit ihrer Gastschwester Claire Wagner die 10. Klasse. Deren Bruder Lukas studiert derzeit in Portland/Oregon, so war ein Zimmer frei für Sigrid.
Der deutsche Vorname der Schülerin aus San Salvador rührt daher, dass ihr Großvater vor vielen Jahren 2 Jahre lang in Deutschland gearbeitet hatte und Gefallen an dem Namen fand. Sigrid selbst ist auch nicht das erste Mal in Deutschland: Als sie 11 Jahre alt war, reiste sie zusammen mit Klassenkameraden nach Lüneburg. Den Einzelaustausch jetzt schätzt sie aber mehr, weil es keine Gelegenheit gibt, mit den salvadorianischen Freundinnen spanisch zu sprechen.
San Salvador ist das kleinste mittelamerikanische Land und liegt in den Tropen. Deshalb hat Sigrid mit dem nun einsetzenden Herbstwetter zu kämpfen. In den Haller Geschäften hat sie sich schon Winterkleidung besorgt, die es in ihrem Heimatland natürlich nicht gibt. Und mit ihrer Gastfamilie hat sie regionale Highlights besucht: sie war beim Backofenfest, im Steiff-Museum, in Rothenburg und für den Rest ihres Aufenthalts sind auch noch eine Skiausfahrt und eine Reise nach Athen geplant.
Ihre Gastschwester Claire ist ebenfalls schon weit gereist: im privaten Austausch war sie in Chicago und in Australien und die Austauschpartner waren bei ihrer Familie zu Gast.
Der erste Kontakt nach der Vermittlung durch die Austauschorganisation VDA erfolgte rasch über facebook. Claire gab den Namen von Sigrid ein und wurde fündig. Und Sigrid akzeptierte die Freundschaftsanfrage, weil sie in San Salvador auch eine Familie mit dem Nachnamen »Wagner« kannte. So klein wird die Welt durch Partnerschaften.
Caroline Bürkle

