»Indienblog« entwickelt sich
Indien-update
Liebes EWG!
Am Wochenende haben wir »the pink city« Jaipur besichtigt.
Nach einer sechs-stuendigen Fahrt sind wir an der DPS(Delhi Public School) Jaipur angekommen, in welcher wir uebernachtet haben und mit Essen versorgt wurden.
Nach Beziehen der Zimmer gingen wir in die Stadt um ein paar Einkaeufe, wie Schals, Hosen, Schmuck und andere traditionelle Souveniers, zu erledigen.
Nach dieser ausgiebigen Shopping-Tour fuhren wir mit unserem Bus in einen indischen "Vergnuegungspark" in dem wir Kamele und Elefanten reiten konnten. Ausserdem nahmen wir an einem traditionellen indischen Abendesen teil, bei dem wir im Schneidersitz auf Polstern auf dem Boden sassen, von Tellern und Schuesseln aus gepressten Blaettern gegessen und aus Tonkruegen getrunken haben.
Nach einem tollen Tag voller Erfahrungen, Erlebnissen und viel Spass gingen wir zurueck in unsere Gastschule und schliefen sofort.
Am Sonntagmorgen besichtigten wir den »City Palace« von Jaipur in welchem der Maharaja, der Koenig von Rajasthan wohnt. Der Palast ist sehr schoen, mit Gold und Deckengemaelden verziert und mit atemberaubenden Kronleuchtern geschmueckt.In dem Palast haengt der zweitgroesste Kronleuchter Indiens.
Nach dem Palastbesuch wurden wir von einem grossen Umzug durch die Stadt ueberrascht. Nachdem wir eine Weile die Elefanten, Pferdekutschen und vielen Menschen, die am Umzug teilgahmen beobachtet haben fuhren wir zu Pizza Hut und assen zu Mittag.
Nach diesem erlebnisreichen Wochenende in einer wunderschoenen Stadt fuehren wir zurueck nach Gurgaon und geniessen nun die letzten 2 Tage in Indien.
Viele liebe Gruesse
Luis&Isabelle
Seid gegruesst Leute im Westen,
wir sind jetzt schon gute 2 Wochen hier in Gurgaon - Indien, haben vieles gesehen, haben viel Spass gehabt und haben allerlei Gebraeuche und Riten mitbekommen.
Einiges ist gleich, jedoch ist vieles voellig anders als in Deutschland. Allerdings erklaere ich mir diese Unterschiede durch die Einfluesse einer voellig anderen Umwelt.

Betrachte man den Strassenverkehr: Ein unvorbereiteter »Westler« wuerde im indischen Verkehr sofort die weisse Fahne hissen und eine Riksha oder die Metro aufsuchen.
Die Anzahl der LKWs, Autos, TukTuks, Rikshas, Esel-, Pferde-, oder Kamelkarren und Personen im Berufsverkehr liess mir doch das eine und andere Mal die Kinnlade herunterklappen.
Alles hupt und klingelt und der zuerst kommt, faehrt zuerst. Ampeln gibt es an den wenigsten Kreuzungen, ebensowenig wie Pannendienste und so kommt es vor, das aeltere
PKW-Modelle einfach mal mitten im Kreisverkehr stehen (wenn man Glueck hat) oder eine 2 spurige Strasse erheblich behindern (wenn man Pech hat).
Doch die Ruhe mit der die Leute hier dieses imense Verkehrsaufkommen bewaeltigen ist schier unglaublich. Nachdem ich mit meiner Gastfamilie auf dem Weg zu einem Verwandtenbesuch
2 Stunden im Auto gesessen hatte und wir doch nur die laecherlichen 35 km nach Delhi gefahren waren, war ich schon voellig erschoepft, doch die anderen waren gut gelaunt wie eh und je,
denn die sind den Stress ja schon gewoehnt und nehmen es leicht. Sowas nennt man dann wohl Indian Rushhour.
Was kann man daraus lernen? Wenn es morgens am Scharfen Eck oder der Einfahrt zum Parkplatz des SZW doch mal wieder klemmt und alles laenger dauert,
schaetzt euch doch einfach mal gluecklich, dass ihr ueberhaupt und doch wirklich nur mit einer kleinen Verspaetung ankommt. Denn ich war mir hier nicht immer sicher, ob wir noch am gleichen
Tag am Ziel ankommen.
Aber dieses Abenteuer ist es allemal wert und ich denke, dass ich doch noch laenger als 2 Wochen hierbleiben koennte...
In diesem Sinne verabschiede ich mich und geniesse jetzt ein hervorragendes Abendessen, so wie jeden Abend.
Euer Tobias

Namaste mere pyaare bhaiyon aur beheno!
Das heisst soviel wie »Dear Ladies and Gentlemen« auf Hindi.
Schon eine ganze Woche sind wir nun hier in Indien, in einer voellig anderen Welt.
Nachdem wir den mehr oder eher weniger guten Flug ueberstanden hatten, erleben wir hier jeden Tag viel Neues.
Am Samstag, den 22. Oktober stand die grosse Reise nach Agra auf dem Programm.
Schon sehr frueh am Morgen, naemlich um 3 Uhr Ortszeit, mussten wir aufstehen.Dabei ging uns durch den Kopf, dass unsere Freunde in Deutschland jetzt erst ins Bett gehen wuerden.
Von der Dehli Public School in Gurgaon aus fuhren wir mit dem Bus los.Der lange Weg dorthin brachte viele neue Eindruecke mit sich.Zum Beispiel die unzaehligen Affen, Kuehe und Hunde, die ueberall auf der Strasse rumlaufen. Auch die weitverbreitete Armut und der Kontrast zwischen arm und reich machte uns nachdenklich ueber unser Leben zuhause. Als wir am Mittag endlich in Agra ankamen und einen ersten Blick auf das Taj Mahal geworfen hatten, war die lange Reise fast schon wie vergessen.V on einer Reisefuehrerin erfuhren wir, dass das atemberaubende Gebaeude einst von einem Grossmogul an seine verstorbene Frau als Zeichen dessen Liebe errichtet wurde -- wenn das mal nicht Liebe ist !:)
Nur leider stand uns nicht so viel Zeit zur Verfuegung, da wir die lange Heimreise noch vor uns hatten.Um die vielen neuen Eindruecke zu verarbeiten und unseren Hunger zu stillen, kehrten wir noch in einer Pizzeria ein.Dort sassen wir eine Weile zusammen und haben einfach nur unsere gemeinsame Zeit genossen.Ungefaehr 7 Stunden spaeter waren wir dann endlich wieder zurueck bei unserer Gastfamilie, wo wir nichts sehnlicher wollten als einfach nur noch ins Bett.
Und so ging ein langer, ereignissreicher Tag zu Ende, an den wir uns sicher noch lange zurueck erinnern werden.
Viele liebe Gruesse nach Deutschland von
Eva-Marieke und Johanna

