Ökologischer Fußabdruck
Fair Future
Was ist der »Ökologische Fußabdruck«? Um dies zu verdeutlichen reiste die Multivision e.V. aus Hamburg ans Erasmus-Widmann-Gymnasium, gesponsert vom Bund für Umwelt und Naturschutz, Oxfam Deutschland und dem Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt unter dem Schirm der Unesco-Organisation »Bildung für nachhaltige Entwicklung«. In Hall selbst wurde diese Veranstaltung für die Neunt- und Zehntklässler von der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der Stadt, der Firma Novatech GmbH und der Firma Waschbär unterstützt.

In einer Multivisions-Show wurden die Schüler dafür sensibilisiert, dass unser Lebensstil, unser Energiebedarf und unsere Mobilität die Kapazität der Erde überschreiten und wir über unsere Verhältnisse leben. Um unsere Zukunft fair zu gestalten, müssen wir nachhaltig wirtschaften und verbrauchen. Der »Ökologische Fußabdruck« ermittelt unseren Ressourcenverbrauch und stellt ihm die auf der Erde verfügbaren Ressourcen gegenüber.
Jeder einzelne kann dazu beitragen, diesen "Ökologischen Fußabdruck" zu verkleinern: Im Bereich der Ernährung geschieht das durch eine bewusstere Ernährung mit weniger tierischen Produkten und mehr saisonalen Gemüsen der Bio-Landwirtschaft. Wenn Importgüter verbraucht werden, sollten sie aus fairem Handel stammen. Auch im Bereich der Bekleidung zeigt das »Fairtrade«-Gütesiegel an, dass bei der Herstellung auf gerechte Bezahlung der Arbeiter und auf Umweltschonung geachtet wurde.
Braucht man alle 20 Monate ein neues Handy? Sicher nicht. Besser ist es, beim Kauf auf langlebige und energiesparende Geräte zu achten und sie zur Ressourcenschonung so lange wie möglich zu benutzen. Recycling der Rohstoffe und die Benutzung von Recyclingpapier schont die Umwelt.
Und auch die Mobilität ist ein Thema, bei dem jeder einzelne dazu beitragen kann, den "Ökologischen Fußabdruck" schrumpfen zu lassen. Die meisten Autofahrten sind kürzer als 5 Kilometer: diese Distanz ist auch gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen. Auch der Flugverkehr verursacht einen wesentlichen Anteil unseres Footprints. Viele Ziele lassen sich bequem mit der Bahn erreichen.
Im Erasmus-Widmann-Gymnasium gibt es nun in jeder Klasse einen Energiebeauftragten, der für richtiges Stoßlüften sorgt, die Beleuchtung ausschaltet, wenn keiner da ist und die Heizkörper herunterdreht, wenn das Zimmer verlassen wird. Auch diese angeblichen Kleinigkeiten helfen, große Mengen an Energie zu sparen.
Neuigkeiten waren es nicht, die das Projekt verdeutlicht hat. Aber es braucht den steten Tropfen, der den Stein höhlt und eine Verhaltensänderung bewirkt.
Caroline Bürkle

