Vorspiel Kernfach Musik – Abiturprogramm

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Die Absolventen des Neigungsfaches Musik – eine Kooperation der beiden Haller allgemeinbildenden Gymnasien bei St. Michael und Erasmus-Widmann luden zum Vorspiel, um einerseits vorab Prüfungsangst abzubauen und andererseits das Abiturprogramm Verwandten und Freunden vorzustellen. Bei den Abiturprüfungen selbst darf nämlich nur die Prüfungskommission zuhören.
So bot der Abend in der Aula am Schulzentrum West ein buntes Kaleidoskop von Stücken aus ganz verschiedenen Epochen von Jean-Philippe Rameau oder Johann Sebastian Bach (Barock) über Robert Schumann und Franz Schubert (Romantik) bis in die Moderne. Unterschiedlichste Stimmungen und ganz unterschiedliche Instrumente bzw. einmal Gesang wurden zu Gehör gebracht und mit Sicherheit hat niemand sein Kommen bereut. Bei jedem Einzelvorspiel war die große Mühe und der erhebliche Übungsaufwand deutlich spürbar, es auf dem jeweiligen Instrument bis zur Abiturreife zu bringen. Auf jeden Fall fieberten jeweils die Familienmitglieder und Freunde mit ihrem je eigenen „Prüfungskandidaten“ mit. Alle wurden mit ermutigendem Applaus bedacht – auch wenn keine Einzelleistungen herausgehoben werden sollen, wurde deutlich, dass auf einem beachtlichen Leistungsniveau musiziert wurde. Insgesamt wurden neun Abiturprogramme zu Gehör gebracht: Drei Mal Klavier – Theresa Stein, Philipp Schumann und Emily von Döring, Gesang – Nathalie Bachrach, Violine – Johanna Hirschberger, Saxophon – Joel Appler, Gitarre – Jan Martin, Oboe – Sarah Keck und Cello – Lia Vielhaber.
Letztere studiert schon „nebenher“ in Wien Cello. Insgesamt soll laut Prüfungsordnung das Vorspiel aus etwa zehn Minuten Wahl- und fünf Minuten Pflichtstücke bestehen, d.h es wurden gut 2 1/4 Stunden musiziert. Gut tat der Sache, dass das Publikum gebeten wurde, jeweils erst nach jedem Vorspiel zu klatschen, ging es doch von Prüfungsstück zu Prüfungsstück kreuz und quer durch die Musikgeschichte und den gut hundert Zuhörerinnen und Zuhörern wurde einiges an Konzentration abverlangt.
Lobenswert hervorzuheben ist auch das Engagement der Städtischen Musikschule und auch den anderen Instrumental-Lehrerinnen und -Lehrern, die den Abiturienten und Abiturientinnen Instrumentalunterricht erteilt haben.

Matthias Imkampe

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