Weihnachtskonzerte am Erasmus-Widmann-Gymnasium. Jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung für die Musik-Fachschaft als auch für die Schülerinnen und Schüler in den Musik-AGs. Die Lehrkräfte für Musik, Stephanie Zigan (Großer Chor und Chor der Kursstufe), Daniel Bangert (Unterstufenchor und Großes Orchester) und Rainer Kindermann (Unterstufenorchester und Bigband) bewerkstelligten Außerordentliches in der kurzen Probenzeit. Denn die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler schreiben ja zwischen Herbstferien und Weihnachten „nebenher“ zahlreiche Klassenarbeiten.
Adriano Tirenni, neuer Musiklehrer am EWG unterstützt bei diesem Konzert am Klavier die Aufführungen. Ein weiterer wichtiger Baustein für die Weihnachtskonzerte am EWG sind auch die Textbeiträge der Kursstufenschülerinnen angeleitet von Barbara Mühlen (Literatur und Theater). So entsteht ein harmonisches Ganzes, dessen Gesamtwirkung die Musik-Vorträge mit geschickt gewählten bzw. eigens verfassten Texten in einem großen Spannungsbogen auf ein höheres Level hob und das zahlreich erschienene Publikum von Anfang an begeisterte.
Das Unterstufenorchester eröffnete mit „A Holiday Santa-bration“ den Reigen, gefolgt vom Unterstufenchor mit Beethovens „Ode an die Freude“ arrangiert für den Chor. „Wir sind das Team Liebe“ aus dem Projekt „6K United“ (Fabian Sennholz) bot sensationelle Textverständlichkeit und zeigte die Begeisterung des Chores für das gemeinsame Singen. Charlotte Renner trug das Gedicht „Ich habe das Christkind gesehen“ von Anna Ritter vor – bemerkenswerte Stille vor dem Beifall!
Die Bigband bot heuer eher ruhige, dafür aber präzise in der Rhythmik ausgearbeitete Stücke: Frosty The Snow Man“, „Blue Christmas“, „Mary Did You Know“, mit „Holiday Joy“ wurde noch einmal an Beethovens „Ode an die Freude“ erinnert.
Zur ruhigen und besinnlichen Stimmung trugen Tagebucheinträge von Anne Frank bei, die die Kursteilnehmerinnen von Literatur und Theater so gekonnt vortrugen, dass es anschließend mucksmäuschenstill in der übervollen Aula des Schulzentrums war.
Nach der Pause folgte der Große Chor mit „O Holy Night“, die Mitglieder von Literatur und Theater sorgten mit dem Text „Weihnachten“ wieder für Gänsehautmomente, dass der Text von der Kursstufenschülerin Pauline Ellenrieder stammte, beeindruckte dabei besonders.
Dann wagte sich das Große Orchester mit Rimsky-Korsakoffs „Dance of the Tumblers“, also Tanz der Akrobaten, an ein rhythmisch wie melodisch sehr anspruchsvolles Stück, was hervorragend dargeboten wurde. Es folgte der Chor der Kursstufe mit dem mehrstimmigen „Carol of the Bells“. Theodor Storms „Weihnachtslied“ (Literatur und Theater) sorgte wieder für besinnliche Ruhe und schließlich erreichte der Spannungsbogen bei dem mit Pauken und Trompeten von Chor und Orchester vorgetragenen „Rejoice and Sing“ seinen Höhepunkt.
Wie jedes Jahr endeten beide Konzertabende mit dem von allen Sängerinnen und Sängern, allen Orchestermitgliedern und dem Publikum gemeinsam gesungenen „O du fröhliche“.
Matthias Imkampe
Alle Beteiligten auf und um die Bühne beim gemeinsamen Singen
