Digitale Kompetenzen werden im Alltag und Beruf immer wichtiger. Zwar wachsen Jugendliche heute umgeben von digitalen Anwendungen auf, doch die Technologien dahinter kennen und verstehen nur Wenige. Um dies zu ändern empfing das EWG im Zeitraum vom 14. bis zum 23. September 2026 einen ganz besonderen Gast: Den „expedition d-Truck“ der landesweiten Bildungsinitiative COACHING4FUTURE.
Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, 3D-Druck oder Virtual Reality – die Digitalisierung verändert nicht nur unser Leben, sondern auch die Arbeitswelt. Welche digitalen Technologien gibt es eigentlich und wie funktionieren sie? Welche Berufe entstehen neu, welche verändern sich? Unter dem Motto „Digitale Technologien | Anwendungen | Berufe“ informiert die Bildungsinitiative expedition d junge Menschen, wie sie die digitale Transformation im Beruf mitgestalten können. Als Baustein des Bildungsprogramms COACHING4FUTURE tourt der expedition d-Truck während des gesamten Schuljahres durch Baden-Württemberg. Den ersten Stopp in diesem Schuljahr machte der doppelstöckige Truck hierbei erfreulicherweise am EWG.
Über insgesamt 7 Tage zeigten drei Coaches den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 bis 12 auf spielerische Weise, wie unser digitalisiertes Leben funktioniert. In der mobilen Ausstellung lernten die Jugendlichen digitale Schlüsseltechnologien kennen und konnten diese live und vor Ort selbst ausprobieren. Gerade für unsere Schülerinnen und Schüler in der Berufswahlphase wird hierdurch deutlich, welchen Einfluss die Digitalisierung auf nahezu alle Berufe ausübt.
Ein Rundgang im expedition d-Truck führte die Jugendlichen dabei von der Idee bis zur Präsentation. Zuerst erkundeten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Coaches Anja Bergdolt (Informatikerin), Lukas Klarner (Mathematiker) und Michael Nagel (Physiker) im „Raum der Technologien“ digitale Werkzeuge, die sie für einen Arbeitsauftrag wie die Entwicklung eines vernetzten Fitnessstudios benötigen. An einer großen Multimedia-Wand und mit Tablets riefen sie Informationen ab und lösten mithilfe der vorgestellten Technologien Aufgaben aus der digitalen Welt. An den Hands-on-Exponaten wurde es dann sogar praktisch: Die Teilnehmenden lernten einen kollaborativen Roboter (Cobot) an, traten im Team gegen eine KI an, die darauf spezialisiert ist, Bausteine zu erkennen oder steuerten Sensoren, um dadurch ein virtuelles Auto einzuparken. Im „Raum der Ideen“ im Obergeschoss führten die Teams anschließend ihre Erkenntnisse zusammen und stellten ihre fertigen Konzepte in einem Digi-Poster vor.
Bei optionalen Workshops im Obergeschoss des riesigen Trucks erforschten die Schülergruppen anschließend, wie digitale Technologien konkret bei der Lösung wichtiger Herausforderungen helfen könnten. Bei der „Future Challenge“ schlüpfen sie gedanklich in die Rolle von Fachleuten und erarbeiteten im Team kreative Ideen, etwa für die Gesundheitsversorgung oder die Stadt der Zukunft. Ein weiteres Format unter dem Titel „Wie werde ich Zukunftsmacher:in?“ widmete sich der Frage, in welchen Berufen die Digitalisierung mitgestaltet werden kann und welche Bildungswege zum Ziel führen.
Der Besuch dieses Erlebnis-Lern-Trucks der Bildungsinitiative COACHING4FUTURE soll laut den BO-Beauftragten Matthias Heinzelbecker und Marcel Ziegler allerdings kein einmaliges Ereignis gewesen sein, vielmehr soll er langfristig als fester Bestandteil im BO-Konzept des EWG verankert werden. Dabei ist geplant, den Truck in einem Intervall von etwa 2 Jahren regelmäßig am EWG einzuladen. Den ersten Rückmeldungen zahlreicher Schülerinnen und Schülern zufolge scheint dies auch ein gutes Vorhaben zu sein: Viele erzählten mit großer Begeisterung von all ihren Erlebnissen zwischen KI, Robotik und Virtual Reality. Der Besuch des expedition d Trucks wird ihnen daher mit Sicherheit lange in Erinnerung bleiben.
Marcel Ziegler





