Am 07.07 führen die Kursstufenschüler Lars Herwarth und Emil Rudolph im Basiskurs von Frau Kindl ein Planspiel durch, bei dem die Mitschüler an einer nachgestellten Klimakonferenz mitwirken konnten.
Die beiden erklärten zu Beginn, was eine Klimakonferenz ist, welche Ziele sie verfolgt und warum sie für den internationalen Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt.
Außerdem gingen sie darauf ein, welche Themen dort behandelt werden und weshalb eine Zusammenarbeit der verschiedenen Staaten notwendig ist. Anschließend stellten sie das Planspiel sowie dessen Regeln vor. Per Zufallsprinzip wurden die Mitschüler in verschiedenen Staaten und Staatengruppen zugeteilt. Vertreten waren unter anderem die Europäische Union, China, die USA sowie Entwicklungsländer und Industrieländer. Jede Gruppe erhielt Informationen über die Interessen und die bisherige Klimapolitik ihres Landes und bereitete sich damit auf das anschließende Planspiel vor.
In einer ersten Verhandlungsrunde wurde eigene Ziele formuliert. Anschließend stellte jeweils eine Vertreterin oder ein Vertreter der einzelnen Delegationen die Position des jeweiligen Landes vor. Dabei präsentierten die Gruppen ihre Ziele in Bereichen wie der Verringerung der CO2 Emissionen, dem Schutz der Wälder und ihren geplanten finanziellen Beiträgen zum Klimaschutz. Im weiteren Verlauf der Klimakonferenz diskutieren die Delegationen über die verschiedenen Vorschläge und das Planspiel wurde oft von Klimaaktivisten, die mit den Verhandlungen überhaupt nicht zufrieden waren, unterbrochen. Vor allem bei der Höhe der finanziellen Beiträge kam es zu unterschiedlichen Auffassungen. So vertrat die EU im Planspiel die Ansicht, dass die USA und China als wirtschaftlich starke Staaten höhere Beiträge leisten soll.
Nach jeder Vorstellung der eigenen Ziele wurden alle Ergebnisse von Lars Herwarth und Emil Rudolph in das Simulationsprogramm C-Roads eingegeben (https://c-roads.climateinteractive.org/scenario.html?v=26.7.0) und es kam eine viel zu hohe Gradzahl heraus: In unserem Fall + 3,0°C . Die Moderatoren erklärten anschaulich mit Alarmlichtern, dass bei diesem Ziel die Entwicklungsländer große Probleme haben werden und einige Inselstaaten weggespült werden würden. Daraufhin begann die 2. Verhandlungsrunde mit deutlich mehr Diskussion und Verhandlungen. Auch die Klimaaktivisten wurden aktiver und gestalteten Protestplakate. Nach dem Austausch erklärten sich zwei der Delegationen (USA und China) bereit, ihre zugesagten Beiträge so zu erhöhen, dass schließlich ein gemeinsamer Kompromiss gefunden werden konnte. Die Ergebnisse wurden wieder ins Programm eingegeben und die Gradzahl veränderte sich auf 2,8° C. Das Planspiel endete mit dem Hinweis, dass +2,8°C zwar schon besser sei, aber nicht optimal und weit weg vom Pariser Abkommen von +1,5°C.
Zum Abschluss fassten Lars Herwarth und Emil Rudolph die wichtigsten Ergebnisse des Planspiels zusammen und sie betonten, dass internationale Klimaziele nur erreicht werden können, wenn alle Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten. Das Planspiel zeigte anschaulich, wie schwierig es sein kann, unterschiedliche Interessen miteinander zu vereinbaren. Es machte aber auch gleichzeitig deutlich, wie wichtig Kompromisse für den internationalen Klimaschutz sind. Am Ende evaluierten die Zwei das Planspiel und bedankten sich für die Mitarbeit.
Text: Lene Neumann
Bilder: D. Kindl



