Geschärfter Blick aufs eigene Land

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Constanza Heinrich aus Paraguay und Ben Seo aus den USA haben ein Austauschjahr am Erasmus-Widmann-Gymnasium in Schwäbisch Hall verbracht. Dabei haben sie Deutsch gelernt, Freundschaften geschlossen und viele wichtige Erfahrungen gemacht. Unter anderem konnten sie sich intensiv mit den Unterschieden zwischen zwei Kulturen auseinandersetzen und kehren mit einem geschärften Blick auf ihr eigenes Land zurück. Ben, der aus dem Bernie Sanders – Staat Vermont stammt, hat aus der Ferne realisiert, wie wichtig eine positive Entwicklung der USA für die internationalen Beziehungen ist, und dass er als junger Mensch Verantwortung dafür übernehmen möchte, die Sprachlosigkeit zwischen den politischen Lagern zu überwinden.

Constanza ist vor allem die Pünktlichkeit und Direktheit der Deutschen aufgefallen. In Paraguay trage man außerdem eine Schuluniform. Von Schwäbisch Hall war sie sehr angetan, weil das eine „typisch deutsche Stadt“ sei. Ben hat seine ersten Wochen in Hamburg verbracht, das er im Vergleich zu manchen amerikanischen Städten „echt sauber“ fand. Zudem ist ihm die Allgegenwart von Brot aufgefallen, was auch mit einem Mangel an Bäckereien in den USA zu tun hat. Constanza hat sich so sehr an die Backwaren gewöhnt, dass sie „jede Art von Brot“ vermissen wird. Ben hat vor allem für die Mensa am Schulzentrum West viel Lob übrig: „Jeden Tag findet man frisches, selbst gemachtes, leckeres Essen und man weiß, dass die Mitarbeiter viel Zeit und Sorgfalt investieren.“ Er bedauert, dass an seiner eigenen Schule hauptsächlich Tiefkühlware, Pizza und Pommes serviert werde.

Beide haben sich im außerunterrichtlichen Bereich engagiert und hatten etliche Auftritte während des Schuljahrs, Constanza u.a. mit dem Tanztheater, Ben u.a. als Saxofonist mit der Big Band. Ben hebt die besondere Bedeutung der Big Band hervor: „Insbesondere zu Beginn des Jahres, als ich nicht so viel deutsch sprechen konnte, war es schön, an etwas teilzunehmen, das nicht von der Sprache abhängig war.“

Wir wünschen euch beiden alles Gute für ihre Zukunft – schön, dass Ihr hier wart!

 

Jochen Schmidt

 

 

 

 

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